TOP10 PORNO-FAKTEN


Schon viele Jahrtausende bevor die jetzige Internet-Generation gelernt hatte, sich Pornofilme auf das Handy zu streamen, malten unsere Vorfahren in ihren Höhlen eindeutig Pornographisches an die Wände. Waren diese Werke noch eher simpel und einfallslos, so entwickelte sich die Pornographie im Laufe der Zeit immer weiter. Analog zum technologischen  Fortschritt gab es schon sehr früh pornographische , Gemälde, Bücher, Fotos und  Filme. Digitalisierung und High-Speed-Downloads schließlich sorgten dafür, dass heute Pornografie so oft und so einfach wie nie zuvor in der Geschichte konsumiert wird. Allerdings nur inoffiziell. Denn offen zugeben mag fast kaum jemand sein Interesse an erotischem Bildmaterial.

Hier sind kaum bekannte Fakten und Zahlen der Porno-Industrie:

 

10. DAS INTERNET

Fast 43% aller Internet-User haben sich schon einmal Pornos angesehen, ein Drittel davon Frauen. Kein Wunder, dass dann auch 35% sämtlicher Downloads pornographisches Material enthalten.

“Sex” und “Porn” sind unter den Top 5-Suchbegriffen von Jugendlichen unter 18 Jahren. Und nur 3% aller Pornoseiten fragen nach einer Altersbestätigung ihrer Besucher. Insgesamt bieten etwa 12% aller Webseiten pornographisches Material an. Am häufigsten werden Pornoseiten übrigens während der Arbeitszeit besucht. Die meisten solcher Seiten gibt es in den USA, die zweitmeisten in Deutschland.

 

 

9. DIE DARSTELLER

Kann man beim Pornofilm Geld verdienen? Mann kaum, Frau schon eher. Wer sich als Darstellerin in der Branche einen bestimmten Ruf erworben hat, darf  mit einem Jahreseinkommen von  100.000 bis 250.000 Dollar rechnen.  Männliche Akteure müssen sich mit durchschnittlich 40.000 Dollar begnügen. Mehr Geld bekommt, wer sich bereiterklärt  bei Schwulenfilmen  mitzumachen. Ein Job, den auch oft Heteros annehmen. Die Branche nennt das dann “Pay for Gay”.

 

8. DIE UMSÄTZE

Weltweit werden rund 50 Milliarden Dollar pro Jahr mit Pornographie verdient. Für das Jahr 2030 werden die Umsatzzahlen auf 340 Milliarden hochgerechnet. Die meisten Umsätze erzielen die Produzenten derzeit in China, dort wurden fast 30 % aller Gewinne eingestrichen. Weitere Länder, in denen man gerne für Pornos zahlt: Südkorea (Marktanteil: 27%), Japan (21%), die USA (14%) und Australien (2%).  Deutschland liegt in dieser Rangliste auf Platz 11, noch hinter Taiwan, aber vor Russland und Brasilien.

 

7. DIE PRODUZENTEN

 

Nummer 1 unter den Herstellern sind die Vereinigten Staaten. Im kalifornischen San Fernando Valley werden, so schätzt man, 90 % aller kommerziellen Pornofilme gedreht.

Ebenfalls recht rege sind Produzenten in Brasilien, den Niederlanden, Spanien und Japan.

Die meisten Sex Toys stellt China her, wo rund 1000 Fabriken ausschließlich  mit der Produktion von “Gesundheitsartikeln für Erwachsene” (so die offizielle, schamhafte Umschreibung) beschäftigt sind.

 

6. DIE VERBOTE

Dass in Ländern wie Syrien, Cuba oder Nordkorea der Besitz von Pornographie unter Strafe steht, dürfte kaum jemanden überraschen. Aber auch im westlich orientierten Australien kann der Verkauf eines Pornohefts  für Ärger sorgen. Denn tatsächlich ist der Handel mit X-Rated-Material nur in zwei Gegenden erlaubt:

Im Australian Capital Territory (ACT) um die Hauptstadt Canberra und in der Northern Region. Allerdings sorgt eine Gesetzeslücke dafür, dass der Vertrieb und Besitz eines Pornos wiederum nicht verboten ist. Was zur Folge hatte, dass alle Porno-Versandhäuser in Australien entweder im ACT oder in der Northern Region ansässig sind.

 

5. DIE TECHNIK

Mit ihren Milliardenumsätzen und Millionen von Kunden besitzt die Pornoindustrie genug Macht, um im Wettstreit verschiedener Industrien die entscheidende Rolle zu spielen. Als sich vor gut zwei Jahrzehnten die Hersteller des VHS-Videorecorders ein erbittertes Gefecht mit den Produzenten des Betamax-Modells lieferten, war es letztlich die Pornoindustrie, die  der VHS-Technik den Vorzug gab und ihr somit zum Durchbruch verhalf. Ähnlich verhielt es sich bei dem Lizenz-Wettkampf

HD-DVD gegen BlueRay. Auch hier sprachen die Porno-Produzenten das letzte entscheidende Wort.

 

4. DIE HOTELS

Große Hotelketten wie Hilton oder Holiday Inn schätzen, dass sie mindestens 70 % ihrer Gewinne aus dem Room Service nicht mit dem Servieren von Essen und Trinken, sondern durch ihr Pay TV-Angebot machen. Müßig zu erwähnen, dass die Hotelgäste dabei natürlich keine kulturell wertvollen Dokumentarfilme buchen, sondern nahezu ausnahmslos Pornos. In einigen Ländern, in denen Pornografie offiziell verboten ist, gelten für große Hotels besondere Ausnahmeregeln, damit  die Bedürfnisse der Gäste befriedigt werden können.

 

3. DIE GEGNER

Die Porno-Industrie sieht sich in erster Linie mit zwei einflussreichen Gegnern konfrontiert: Der Kirche und den Feministinnen. Obwohl beide ansonsten wenig mit einander zu tun haben, ähneln sie sich hier sehr in der Argumentation.  Sowohl die Geistlichen wie auch die Frauenrechtlerinnen glauben, dass Pornografie früher oder später zur Abhängigkeit führt, zur Geringschätzung aller Frauen und schließlich zum Ehebruch  oder gar zu sexuellen Straftaten. Eine Untersuchung in Japan aus dem Jahre 1995 allerdings belegt, dass dort nach Freigabe der Pornografie die Zahl sämtlicher sexuellen Delikte deutlich zurückging.

 

2. DAS  VERGESSENE CREW-MITGLIED

Früher, als man Pornofilme noch kosten- und zeitintensiv auf Zelluloid drehte, war der Fluffer ein fester Bestandteil der Film-Crew. Dieser außerhalb der Branche kaum bekannte Job wurde hauptsächlich von noch unbekannten Nachwuchsdarstellerinnen übernommen. Ihre Aufgabe war es, den männlichen Darstellern rechtzeitig vor dem Dreh der nächsten Szene zur nötigen Standfestigkeit zu verhelfen. Musste eine Szene wegen Kamera- oder Lichtwechsel unterbrochen werden, rief der Regisseur nach dem Fluffer (die offiziell zur Makeup-Abteilung gehörten), die den Darsteller weiterhin in Stimmung zu halten hatten.

Im Zeitalter von Viagra und (schneller) DigiCam-Produktionen gehören die Fluffer der Vergangenheit an, man spart allerdings oft auch auch aus Kostengründen.

Wenn heute noch ein Mann “angeflufft” werden muss, dann meist von seiner echten Schauspiel-Partnerin.

Hier eine Szene aus dem Spielfilm The Fluffer (USA/2001)

 

1.  DIE PREISE

Weil es sonst niemand tut, muss sich die die Pornofilm-Branche ihre Filmpreise selbst verleihen. Die Nacht der Porno-Oscars findet alljährlich im Rahmen der AVN Adult Entertainment Expo in Las Vegas statt, lockt über 3.000 Besucher an  und ähnelt in Punkto Glanz und Glamour der originalen Oscar-Zeremonie.  Allerdings werden mit bis zu 180 Auszeichnungen deutlich mehr Preise vergeben als beim Hollywood- Spektakel. Die Gewinnerliste umfasst Kategorien wie “Beste Gruppensex-Szene”, “Beste Dreier-Sex-Szene”, oder “Bestes Solo-Video”. Letztjährige Gewinner der Hauptpreise waren bei den Darstellerinnen Tori Black (bisher 206 Filme abgedreht), bei den Darstellern Evan Stone (bisher 730 Filme).
Hier ein Interview mit Pornostar Tori Black: