10 TEUERSTE DOMAINS

Eine Domain ist nichts weiter wie der Name einer Webseite. Ist der Name noch verfügbar, kann jedermann für ein paar Euro im Jahr eine solche Domain kaufen und mit ihr eine Webseite einrichten. Allerdings sind die aussagekräftigsten Namen schon seit Jahren nicht mehr verfügbar, was den Preis für besonders begehrte Domains extrem in die Höhe trieb. Beim Handel mit Domains (auch “Domain Flipping” genannt) hat manch cleverer Zeitgenosse mit einigen wenigen Dollar Einsatz und anschließend ein bisschen Geduld ein Vermögen verdient.
Hier sind die zehn teuersten Domains aller Zeiten:

 

10. TOYS.COM
Je kürzer und prägnanter ein Name, desto höher sein Wert. Dies galt auch für die Domain TOYS.COM, für die die amerikanische Spielzeug-Kette Toys ‘R Us im Jahre 2009 stolze 5,1 Millionen Dollar zu zahlen bereit war. Seitdem nutzt Toys ‘R Us die Domain für das eigene Webseiten-Netzwerk.

9. CASINO.COM
Glücksspiele erfreuen sich im Web seit jeher großer Beliebtheit, auch wenn sie in der Regel lediglich die Taschen der Anbieter und nur selten die der Zocker füllen. Deshalb verwundert es kaum, dass die Domain CASINO.COM für 5,5 Millionen Dollar einen neuen Besitzer fand, der unter diesem Namen allerlei Arten von Gambling anbietet.

8. ISRAEL.COM
Die Rechte an dieser Domain wurden im Jahr 2004 für 5,88 Millionen Dollar vergeben. Die Summe zahlte der amerikanische Jude Noel Friedman, der aber gar keine eigenen Pläne für eine Website besaß. Friedman wollte einfach nur verhindern, dass Gegner Israels in den Besitz der Domain gelangen und sie für antisemitische Propaganda nutzen konnten.

7. BEER.COM
Im Jahr 2004 investierte ein unbekannter Geschäftsmann genau sieben Millionen Dollar in den Erwerb der Domain BEER.COM. Viel angefangen hat er mit dem Namen bislang nicht. Die Bierseite steht seitdem – nur mit ein paar Werbelinks versehen – als geparkte Domain im Netz und wartet auf einen neuen zahlungskräftigen Käufer.

6. DIAMOND.COM
Der perfekte Name für jeden Online-Juwelier brachte dem Vorbesitzer von DIAMON.COM im Jahr 2006 beachtliche 7,6 Millionen Dollar ein. Diesen Betrag zahlte der Internet-Schmuckhändler Ice.com, um für seine Kollektion in Zukunft eine breitere Kundschaft zu gewinnen. Nach dem Begriff “Diamond” suchen weltweit rund 25 Millionen Internet-User. Und das jeden Monat.

5. BUSINESS.COM
Als der ehemalige Disney-Manager Jake Winebaum mit seinem Partner im Jahre 1999 7,5 Millionen Dollar für die Namensrechte an BUSINESS.COM hinblätterte, hat er schon sehr genaue Vorstellungen, was er mit dieser Domain anfangen wollte: Eine Suchmaschine und ein Linkverzeichnis hauptsächlich für Geschäftsleute. starten. Acht Jahte später verkaufte Winebaum die komplette Webseite (inklusive Domain) für 345 Millionen Dollar an einen amerikanischen Verlag.

4. PORN.COM
Nach wie vor ist Pornografie das profitabelste Geschäft im Internet. Abseits des großen Medieninteresses werden hier Milliarden umgesetzt.
Nach dem Begriff “Porn” suchen jeden Monat 618 Millionen Menschen.
Klar, dass da eine Domain wie PORN.COM ein kleines Vermögen wert ist. Genau gesagt 9,5 Millionen Dollar. Für diese Summe wurde die Domain im Jahr 2007 verkauft.

3. FUND.COM
Der amerikanische Finanzdienstleister Fund.com muss sich wohl jahrelang geärgert haben, das ausgerechnet die Domain mit seinem prägnanten Firmennahmen nicht in seinem Besitz war. Bis dann im März 2008 die Firma Clerk Media öffentlich erklärte, sie hätte als Makler mitgeholfen, den Namen FUND.COM an Dund.Com zu verkaufen. Kosten der Transaktion: Rund 10 Millionen Dollar. Und zwar in bar. Das Unternehmen Fund.com hat den Deal zwar nie bestätigt, ihn aber auch nie dementiert.

2. SEX.COM
Bereits im Jahre 1994 sicherte sich der Internet-Unternehmer Gary Allan Kremen die Rechte an der umsatzträchtigen Domain SEX.COM. Zwei Jahre später behauptete der eher zwielichtige Geschäftsmann Stephern M. Cohen, Inhaber der Namensrechte zu sein. Es entspann sich ein jahrelanger Gerichtsstreit, an dessen Ende Cohen wegen Betrugs verurteilt wurde. Zudem sollte er 65 Millionen Dollar Schadensersatz an den rechtmäßigen Besitzer Kremen zahlen. Die Summe wurde bis heute nicht beglichen, doch Kremen kam trotzdem auf seine Kosten: Im Jahr verkaufte er den Namen SEX.COM für sagenhafte 14 Millionen Dollar an eine Forma in Boston. Ein Jahr später kassierte er weitere 450.000 Dollar für die Domain SEX.NET. Sex sells!

1. INSURE.COM
Als die amerikanische Versicherungsgesellschaft Insure.com 2001 an den Start ging, musste sie bereits 1,6 Millionen Dollar bezahlen, um ihren Firmennamen auch als Internet-Domain nutzen zu können. Nur acht Jahre später gab man den Namen wieder her: 2009 verkaufte man die Domain an die Marketinggruppe QuinStreet für sagenhafte 16 Millionen Dollar. Seither heißt Insure.com nicht mehr Insure.com, sondern Life Quotes, aber für 16 Millionen lässt sich wohl manche Firmen gerne kurz umtaufen.