10 TEUERSTE UHREN

Zeit ist Geld, sagt man. Für die anerkanntesten Uhrmacher dieser Welt gilt diese Weisheit aber genau im umgekehrten Sinn: Für sie ist Geld Zeit.  Denn obwohl auch billige Uhren durchaus recht genau die Zeit messen können, offerieren  die Perfektionisten unter den Uhrmachern Chronometer zu Preisen in Millionenhöhe. Ob die Besitzer  solcher Uhren hoffen, ihre neuen Schmuckstücke zeigen ihnen besser die Zeit an? Oder einfach nur bessere Zeiten?
Hier sind die zehn teuersten Uhren der Welt:

 

10. BREGUET TASCHENUHR 1907BA/12
Preis:  $ 734.000

Schon Napoleon Bonaparte gehörte zu den Kunden des Schweizer Uhrmachers Abraham Louis Breguet, einem der innovativsten Uhrmacher seiner Zeit. Breguets Firma gehört mittlerweile zum Swatch-Konzern, was aber nichts an der Exklusivität der Marke geändert hat.  Die Breguet Taschenuhr 1907BA/12 ist ein Beispiel für die Fortsetzung der Tradition. Die Uhr besteht aus 18-karätigem Gold, das Uhrwerk ist natürlich handgefertigt.

 

 

 

 

9. PATEK PHILLIPE ‘S SKY MOON TOURBILLON
Preis:  $ 1.300.000

Zwei polnische Einwanderer gründeten 1839 mit der Uhrenmanufaktur Patek, Czapek & Co. den Vorläufer der heutigen Nobelmarke Patek Philippe, bei der 2001 mit der Sky Moon Tourbillon die komplizierte Uhr der Firmengeschichte erschien. Die Uhr besteht aus genau 686 Einzelteilen, etliche davon von mikroskopischer Winzigkeit.  Zu den Features der Uhr (der Fachmann spricht hier von sogenannten “Komplikationen”) gehören ein ewiger Kalender und – auf der Rückseite – die Darstellung des Sternenhimmels der nördlichen Halbkugel.

 

 

8. VACHERON CONSTANTIN TOUR DE  I’LLE
Preis: $ 1.500.000

Vacheron Constantin ist die älteste noch bestehende Uhrenmanufaktur der Welt. Ihr 250-jähriges Bestehen feierte die Firma mit einer besonderen Jubiläumsuhr, die nach dem Pariser Sitz des Unternehmens, dem  Quai de I’lle, benannt wurde.  Die Luxusuhr besteht aus insgesamt  834 Komponenten, die alle in einem Gehäuse mit einem Durchmesser von 4,8 Zentimetern untergebracht sind. Für Produktion und Entwicklung der Tour de I’lle benötigte man über 10.000 Arbeitsstunden.

 

 

 

7. PARMIGIANI FLEURIER  FIBONACCI
Preis:  $ 2.400.000

Die Firma Parmigiani Fleurier verdankt ihren Namen zum einen ihrem Gründer Michel Parmigiani, zum anderen ihrem Sitz Fleurier,  einer Stadt im Schweizer Kanton Neuenburg. Die Fibonacci Taschenuhr  - so benannt zu Ehren des genialen italienischen Mathematikers  Leonardo Fibonacci -
ist aus reinem Palladium gefertigt, einem Metall, das noch edler als Gold gilt. Die Taschenuhr wird nur auf besonderen Wunsch hergestellt, die Wartezeit beträgt zwei Jahre.

 

 

6. FRANCK MULLER -  AETERNITAS MEGA 4
Preis:  $ 2.700.000

Der Schweizer  Franck Muller galt schon früh als Ausnahmetalent unter den Uhrmachern und erhielt deshalb schon als 24-jähriger Aufträge von alteingesessenen Traditionsmarken, deren antike Uhren zu restaurieren. Anfang der 90er Jahre machte sich Muller selbständig und machte sich mit einer ganzen Reihe von Erfindungen einen Namen als “Master of Complication”.  Mit der  Entwicklung der Aeternitas Mega 4 verbrachte Muller fünf Jahre, bis er das Meisterstück dem amerikanischen Sammler Michael J. Gould 2009 endlich aushändigen konnte. Die Uhr besteht aus 1.483 Einzelteilen, das Gehäuse ist aus 18-karätigem Weißgold.

 

 

5. CARTIER’S PHOENIX
Preis: $ 2.775.000

Die Schmuck- und Uhrenfirma Cartier, gegründet 1847 in Paris, gilt als Wegbereiter der Armbanduhr, die  mit Beginn des 20. Jahrhunderts  die Taschenuhr mehr und mehr in ihrer Beliebtheit ablöste.
Auch das Phönix-Modell ist vom Typ her eine Armbanduhr. Allerdings eine besondere. Sie besteht aus mit Weißgold veredeltem Rhodium, den Körper des Vogels zieren über 3.000 Brillanten mit insgesamt 80 Karat. Die Augen wurden aus Smaragden und weiteren, hochkarätigen Brillanten gefertigt. Das Einzelstück ist Teil der Merveille du Nil de Cartier-Kollektion.

 


4. PATEK PHILLIPE PLATINUM WORLD TIME

Preis:  $ 4.000.000

Eine weitere Kostbarkeit aus dem Hause Patek Philippe. Vermutlich gibt es von diesem Modell nur ein einziges Exemplar auf der Welt, das im Jahr 2002 bei einer Auktion für die Summe von vier Millionen Dollar einen Käufer fand.  Die Uhr lässt ihren Besitzer  alle 24 Zeitzonen  auf einen Blick ablesen und soll besonders einfach zu bedienen sein.

 

 

 

3. LOUIS MOINET METEORIS
Preis:  $ 4.600.000

Diese Uhr gehört zu einem Ensemble, das aus insgesamt vier Armbanduhren und einem kunstvollen Miniatur-Planetarium (etwa ein Meter hoch) besteht. Das Planetarium bildet unser Sonnensystem mit allen neuen Planeten  nach, wobei auch die wechselnden Mondphasen abgelesen werden können. Passend zur Thematik enthält jede der vier eingebetteten Uhren Teile von echten Meteoriten, darunter auch ein 2.000 Jahre alter Mond-Meteorit. Das gesamte Set ist ein Unikat und soll sich bereits im Besitz eines Sammlers befinden.

 

 

2. PATEK PHILLIPE SUPERCOMPLICATION
Preis: $ 11.000.000

Die Supercomplication ist nicht nur die teuerste Uhr, die die Firma Patek Philippe je hergestellt hat, es ist auch die teuerste Taschenuhr der Welt. Ihre Herstellung verdankt dieses Exemplar aus dem Jahr 1932 einem Wettstreit zwischen dem New Yorker Bankier Henry Graves mit dem Fabrikanten James Ward Packard, wer von ihnen die Taschenuhr mit den meisten Komplikationen (also technischen Extras) besitzen würde. Mit der Supercomplication gewann Graves den Wettbewerb, dessen Original-Uhr dann bei einer Sotheby’s Auktion im Jahr 1999 stolze elf Millionen Dollar erbrachte.

 

 

1. CHOPARD 201 KARAT
Preis: $ 25.000.000

Man sieht die Uhr vor lauter Diamanten nicht. Bei der mit weitem Abstand teuersten Uhr der Welt fällt es zunächst schwer, sofort die Uhrzeit zu erkennen. Macht aber nichts, denn im Mittelpunkt steht hier ja auch nicht die Uhr, sondern die Ansammlung von Edelsteinen um die Uhr herum:  Drei herzförmig geschliffene Diamanten von 15, 12 und 11 Karat sind rund um das Ziffernblatt angeordnet,  über 800 weitere, weiße und gelbe Diamanten mit nochmals  163 Karat bilden  das hochkarätiges Blumenmuster,  das dann in der Summe 201 Karat ergibt. Und somit den Namen dieses Chronometers erklärt.  Zusätzlich  eingearbeitet ist ein Federmechanismus, der auf leichten Knopfdruck die drei großen Diamanten zur Seite gleiten lässt. Nun weiß man auch, wie spät es ist. Na also, geht doch.