10 REICHSTE MÄNNER

Die knapp 900 Milliardären, die es derzeit weltweit gibt, vereinen zusammen ein Vermögen von gut 1,3 Billiarden Dollar. Der Club der Superreichen musste während der Finanzkrise zwar einige Verluste hinnehmen, doch inzwischen geht der Trend wieder eindeutig nach oben. Das Durchschnittsvermögen eines gewöhnlichen Milliardärs liegt bei rund sieben Milliarden Dollar. Ein Betrag, über den die wirklichen Mega-Milliardäre allerdings wohl nur lächeln können. Denn deren Besitz beläuft sich auf ein Vielfaches dieser Summe.
Hier sind die zehn reichsten Männer der Welt:

 

10. KARL ALBRECHT
Vermögen: 23,5 Milliarden Dollar

Gemeinsam mit seinem im letzten Jahr verstorbenen Bruder Theo gelang es Karl Albrecht, aus dem kleinen Kolonialwarengeschäft der Mutter den größten Handelskonzern Europas entstehen zu lassen: Die Ladenkette Aldi. Die Kette verfügt heute über 2.500 Filialen, aufgeteilt in die Verkaufsregionen Aldi Süd und Aldi Nord. So bekannt der Name Aldi in Deutschland auch ist, über den zurückgezogen lebenden Patriarch der Firma erfuhr die Öffentlichkeit bislang nur, dass er in Essen lebt, zwei Söhne hat und den Golfsport mag. Und der reichste Mann Deutschlands ist.

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9.  Amancio Ortega Gaona
Vermögen: 25 Milliarden Dollar

Der heute reichste Mann Spaniens begann seine Karriere als Laufbursche in einem Hemdenladen in La Coruna. 1963 gründete er seine erste eigene Modefirma Confecciones Goa, die Anfangs nur aus ihm und seiner damaligen Frau Rosalia bestand. Gemeinsam nähte man die ersten Produkte (Bademäntel) im heimischen Wohnzimmer.  1975  rief Ortega Gaona dann jenes Label ins Leben, das den Grundstock für sein heutiges Vermögen legte: Die Trendmarke Zora. Weitere Marken wie Massimo Dutti oder Kiddy’s Class kamen hinzu und sind heute unter dem Dach der Inditex- Gruppe vereint. Wie viele Superreiche scheut auch Ortega Gaona Auftritte in der Öffentlichkeit. Es heißt, dass seine Tochter Marta eines Tages die Konzernleitung übernehmen wird.

 

8. EIKE BATISTA
Vermögen: 27 Milliarden Dollar

Seinen Vornamen verdankt Eike Batista seiner deutschen Mutter, mit der er von 1968 bis 1980 auch in Deutschland lebte (und auch einige Semester Ingenieurwissenschaften in Aachen studierte). Mit 23 Jahren kehrte er in sein Geburtsland Brasilien zurück, wo sein Vater nicht nur der Präsident des Minenkonzerns Vale, sondern eine Zeit lang auch Minister für Bergbau und Energie war. Batista legt allerdings auch heute noch Wert auf die Feststellung, dass sein Vater ihm beim Aufbau des eigenen Vermögens nie behilflich war. “Ich habe bei Null angefangen und alles aus eigener Kraft geschafft!” Etliche Milliarden verdiente Bastista mit dem Handel von Bodenschätzen. Sein Vermögen verdreifachte sich 2007, als er seine eigene Firma OGX nur ein Jahr nach  Gründung an die Börse brachte.

 

7. BERNARD ARNAULT
Vermögen: 27,5 Milliarden Dollar

Der reichste Mann Frankreichs ist von Hause aus eigentlich Bauunternehmer und erzielte bereits in den 70er Jahren stattliche Gewinne mit der Errichtung von Ferienwohnungen an der Côte d’ Azur und später an den Küsten Florida. Mitte der 80er Jahre drängte es ihn mehr und mehr ins Mode- und Luxusartikelgeschäft. Eigentlich als Unterstützer des Moët Hennessy Louis Vuitton-Konzerns angetreten, übernahm er letztendlich die Aktienmehrheit und setzte sich selbst als Präsident durch. Inzwischen sitzen auch Sohn Antoine und Tochter Delphine im Vorstand. Arnault ist mit einer Konzertpianistin verheiratet und gilt auch selber als sehr guter Pianist.

 

6. LAWRENCE “LARRY” ELLISON
Vermögen: 28 Milliarden Dollar

Der Gründer der Softwarefirma Oracle – dem härtesten Konkurrenten der deutschen SAP – gilt als Sportfan und Marketinggenie. So erschien das erste Produkt seiner Firma unter dem Namen Oracle 2, obwohl es Oracle 1 nie gegeben hatte. Die Zahl 2 sollte aber andeuten, dass bekannte Bugs mit dieser Version endgültig beseitigt worden wären.In der Folgezeit behauptete sich Ellison gegen harte Firmenrivalen wie Sybase und Informix, die sich schließlich mit Managementfehlern selbst aus dem Rennen nahmen.
Ähnlich professionell wie seine Firma betreibt der Sohn russischer Einwanderer auch das Segeln: Im letzten Jahr gewann er mit seiner Yacht Rising Sun den America’s Cup gegen seinen Erzrivalen Ernesto Bertarelli (ebenfalls Milliardär).

 

5. Lakshmi Mittal
Vermögen: 28,7 Milliarden Dollar

Der auch als “Stahlbaron von Indien” bekannte Mittal hätte sich eigentlich ins gemachte Nest setzen können: Schon seit Vater betrieb ein erfolgreiches Stahlgeschäft. Doch 1994 kam es zu Streitigkeiten, Mittal brach mit der Familie und machte sich selbstständig. Fortan mehrte er sein Vermögen durch den billigen Aufkauf osteuropäischer Stahlhütten, die er mit Gewinn wieder weiterverkaufte. Allein der Verkauf eines Stahlwerks in Kasachstan brachte ihm über eine Milliarde Gewinn.
Was er mit dem Geld macht? Zum Beispiel das marode deutsche Modelabel Escada kaufen oder für seine Familie Häuser im Londoner Nobel-Stadtteil Kensington Garden erwerben. Allein für Töchterchen Ramisha erstand er dort ein Haus für 80 Millionen Euro.

 

4. Mukesh Ambani
Vermögen: 29 Milliarden Dollar

Ähnlich wie Landsmann Mittal übernahm auch Mukesh Ambani zunächst die väterliche Firma, die Reliance Industries, geriet dann aber mit seinen Miterben in Streit. Die Mutter schlichtete und Mukesh übernahm die Rohstoffsparte. Das machte ihn nicht nur zum reichsten Mann Indiens, sondern auch zum reichsten Mann auf dem gesamten asiatischen Kontinent. Ein Boom an Indiens Aktienmärkten ließ ihn vorübergehend sogar zum reichsten Mann der Welt aufsteigen.
Mit seiner Familie lebt Ambani in einem 27-stöckigen, architektonisch höchst eigenwilligen Hochhaus in Mumbai, wo allein 600 Mitarbeiter nur damit beschäftigt sind, das Bauwerk (Wert: eine Milliarde Dollar) instandzuhalten.

 

3. WARREN BUFFETT
Vermögen: 47 Milliarden Dollar

Warren Buffett ist der Beweis, dass man an der Börse Geld verdienen kann. Viel Geld. Schon früh begann Buffett mit dem Aktienhandel, als er für begüterte Freunde die Depots verwaltete. Mitte der 60er übernahm Buffett den Textilhersteller Berkshire Hathaway, der inzwischen zwar längst keine Textilien mehr herstellt, aber Buffett bis heute als Firmenmantel für seine zahlreichen Unternehmungen dient. Zum Höhepunkt der Finanzkrise kaufte Buffett aggressiv für mehrere Milliarden Dollar Aktien und folgte damit seinem Wahlspruch: “Wenn es Gold regnet, muss man nach einem Eimer suchen, nicht nach einem Fingerhut!”
Privat gibt sich Buffett eher bescheiden: Er wohnt noch immer auf seinem Anwesen in Omaha, das er sich vor über 50 Jahren für 31.500 Dollar gekauft hat.

 

2. BILL GATES
Vermögen: 53 Milliarden Dollar

William Henry Gates III, besser bekannt als Bill Gates, gilt als Erfinder des Windows-Betriebssystem, das er Anfang der 80er Jahre an IBM verkaufte, ohne jedoch die Copyright-Rechte abzutreten. Da fortan (bis auf Apple) alle Computerhersteller dieses Programm übernahmen, tat sich für Gates eine schier nicht mehr enden wollende Geldquelle auf. Seine Firma Microsoft erreichte eine Marktdominanz, die für viele Kritiker schon beängstigende Dimensionen erreicht hat.
Vom Tagesgeschäft hat sich Gates bereits vor einigen Jahren zurückgezogen. Seinem Reichtum tat dies keinen Abbruch. Allein 2010 bescherten ihm seine zahlreichen Investitionen außerhalb des Software-Sektors einen Zugewinn von 13 Milliarden Dollar. Einen nicht unerheblichen Teil des Geldes spendet Gates (gemeinsam mit seinem Freund Buffett) wohltätigen Zwecken.

 

1. CARLOS SLIM HELÚ
Vermögen: 53,5 Milliarden Dollar

Der in Mexico City als Sohn libanesischer Einwanderer geborene Carlos Slim Helú hatte es bereits mit 26 Jahren dank erfolgreicher Immobilien- und Aktienspekulationen zu einem Vermögen von 40 Millionen Dollar gebracht. Mit dem Geld baute er systematisch sein Finanzkonglomerat Grupo Carso auf, mit dem ihm 1990 ein ganz großer Coup gelang, als er die bis dahin staatliche mexikanische Telefongesellschaft Telmex in seinen Privatbesitz überführen durfte. Dies war wie eine Lizenz zum Gelddrucken, denn jetzt hatte Helú das komplette Telefonnetz von Mexiko in seiner Hand und konnte selbst die Preise bestimmen. Und die Preise stiegen natürlich. Helú verdiente Milliarden. Von denen er allerdings etliche Millionen schon gespendet hat, wie zum Beispiel 65 Millionen für die Genforschung oder 20 Millionen für Laptops an Schulen und Büchereien seines Landes.