KLEINSTE KLEINWAGEN

Benzin wird immer teurer, Parkplätze findet man kaum noch und schnelles Fahren in der Stadt ist ohnehin verboten. Warum also nicht umsteigen vom behäbigen Mittelklasse-Schlitten  auf ein extrem kleines und billiges Auto? Die Mini-Mini-Modelle sind zwar nicht für die Ewigkeit gebaut (Kritiker sprechen deshalb zum Teil auch von “Wegwerf-Autos” oder “Junk Cars”), sind allerdings – besonders, wenn sie zu den Elektroautos gehören  – umweltfreundlich und sparsam im Unterhalt. Ihr Aussehen ist allerdings oft Geschmackssache.
Hier sind die zehn kleinsten Kleinwagen und Elektroautos der Welt:

 

10. PININFARINA BLUE CAR

Pininfarina Blue Car ElektroautoDieses Elektroauto wurde gemeinsam von Pininfarina, Renault und Matra, die den Motor stellen, entwickelt. Die fast 250 Kilo schwere Batterie soll bei voller Aufladung (die sechs Stunden dauert) eine Reichweite von bis zu 250 Kilometern garantieren. Wer es eilig hat, kann sich auch mit einer fünfminütigen Express-Ladung begnügen, die dem Blue Car Energie für 25 Kilometer liefert.
Nach Angaben des Herstellers kann man den Wagen nicht kaufen, sondern nur mieten. Der Vertrag muss mindestens drei Monate laufen, der Mietpreis liegt bei 10 Euro pro Tag.

 

 

9. DAIHATSU COPEN

Daihatsu Copen Roadster Kleinwagen Als dieses Modell 2003 in Japan auf den Markt kam, lagen binnen kürzester Zeit über 30.000 Bestellungen vor. Der Erfolg ermutigte Daihatsu, den Copen auch nach Deutschland zu exportieren, aber weil es ihn Anfangs nur als Rechtslenker gab, hielt sich die Nachfrage in Grenzen. Dabei bot der Mini-Roadster (es gab ihn nur als Zweisitzer) immerhin den Luxus eines  versenkbaren Hardtop-Daches, das auf Knopfdruck in 20 Sekunden im Kofferraum verschwand. 2010 wurde die Produktion des 3,40 Meter langen Kleinstwagens eingestellt.

 

 

8. FORD KA

Ford KA KleinwagenDer Ford KA gehört mit Bordcomputer und Servolenkung zu den Luxusmodellen unter den Kleinstwagen. Dennoch belegte er in der Vergangenheit bei Pannenstatistiken ziemlich schlechte Plätze. Was seiner Beliebtheit allerdings keinen Abbruch tat: Vom Ford KA wurden seit Produktionsbeginn im Jahre 1996 rund 1.5 Millionen Exemplare verkauft.  Ein Grund für die Popularität ist sicher der Look des Autos. Der KA gilt als echter Hingucker, für das Design wurde Ford mehrfach ausgezeichnet.  In der zweiten Modellgeneration läuft der Ford KA auch heute noch vom Band. In der preiswertesten Version kostet der Wagen 18.650 Euro.

 

 

7. THINK CITY

Think City Elektroauto KleinwagenUrsprünglich in Zusammenarbeit mit Ford begann das norwegische Unternehmen Think Global vor etwa zehn Jahren mit der Produktion ihres Think City Cars. Ford wollte mit dem Wagen seinen Anteil am Elektroauto-Markt in den USA steigern. Doch die ersten Verkaufszahlen waren enttäuschend, Ford zog sich zurück. Obwohl die Norweger mit General Electric bald einen neuen Partner finden konnten, hält die Finanzkrise bei Think Global im Grunde bis heute weiter an. Der Think City ist das einzige Modell der Firma. Insidern zufolge verkauft er sich nach wie vor nur sehr schleppend.

 

 

6. COMMUTERS TANGO

Commuters Tango Elektroauto KleinwagenDer Tango der amerikanischen Herstellerfirma Commuters ist mit einer Breite von  99 Zentimetern eines der schmalsten  Autos  der Welt.  Allerdings ist es nicht für die schmale Brieftasche konzipiert: Der Verkaufspreis liegt bei 108.000 Dollar. Dafür erhält man aber auch das schnellste Elektrofahrzeug, das der Markt derzeit zu bieten hat.  In der Spitze erreicht  der Tango beachtliche 240 km/h. Im Tango sitzen die Fahrgäste hintereinander, ähnlich wie bei den legendären deutschen Kabinenrollern der 50er Jahre. Für die Sicherheit sorgt ein Überrollkäfig, wie man ihn auch im Rennsport findet. Bei vollem Akku soll der Tango bis zu 300 Kilometer Reichweite besitzen.

 

 

5. SMART FORTWO

Smart ForTwo Elektroauto KleinwagenAnfänglich war der Smart ein Projekt von VW, doch die Wolfsburger konnten sich nie zur Serienproduktion durchringen. Daimler-Benz übernahm das Konzept und stellte das CityCar  1998 auf dem Pariser Autosalon zum ersten Mal der Öffentlichkeit vor. Den Smart gibt es mittlerweile sowohl in einer Benziner- als auch in einer Elektroversion.  Mit einem Akku an Bord besitzt der Wagen eine Reichweite von 115 Kilometern. Der ADAC stufte den Smart als das kostengünstigste Auto in der Kleinstwagen-Klasse ein.

 

 

4. REVA G-WIZ

Reva G-viz Elektroauto KleinwagenDiesen etwas gewöhnungsbedürftigen Zweitürer (plus Heckklappe) verdankt die Welt dem indischen Fahrzeugbauer Mahindra, dem derzeit international  führenden Hersteller für Elektroautos.
Mahindra erklärt, dass in dem Wagen  zwei Erwachsene und zwei Kinder Platz finden können. Erstaunlich bei einer Länge von nur 2,64 Metern. Zudem sind die Hecksitze umklappbar und bieten dann zusätzlichen Stauraum. Der G-viz, der in vielen Ländern auch als REVAi verkauft wird, ist seit 2001 auf dem Markt und wird in drei Modellversionen angeboten. Der stärkste Typ ist der REVA L-ion,  der es bei einer Batterie-Reichweite von 120 Kilometern  auf eine Spitzengeschwindigkeit von 80 km/h  bringt. Bislang fanden die REVA-Autos über 4.000 Käufer.

 

3. KANDI COCO

Kandi Coco Elektroauto KleinwagenLaut Liste kostet dieser Mini-Zweisitzer, der mit einer vollen Batterieladung immerhin gut 100 Kilometer weit fährt, über 10.000 Dollar. Wer jedoch im amerikanischen Bundesstaat Oklahoma wohnt und dort in den Genuss sämtlicher Steuerersparnisse  gelangt, zahlt für den Kandi Coco weniger als 900 Dollar. Das macht dieses Modell zumindest dort zum wohl billigsten Neuwagen der Welt.  Gebaut wird der Coco von der chinesischen Firma Kandi Technologies, die ihn seit 2009 in die USA liefert. Der Coco ist mit einer Spitzengeschwindigkeit von 65 km/h nicht der schnellste unter den Elektrofahrzeugen, doch die rege Nachfrage in Nordamerika lässt die Hersteller auf einen Verkaufshit hoffen.

 

 

2.  LUMENO SMERA

Lumeno Smera Elektroauto KleinwagenMit einer Länge von  2,50 Metern und einer Breite von nur 86 Zentimetern  ist der Smera nicht klein, sondern ultraklein. Der Wagen wurde unter Mitwirkung der französischen Eisenbahngesellschaft SNCF entwickelt, die bislang 1,5 Millionen Euro in die Produktion steckte. Versprochen wird bei dem Auto eine Reichweite von 150 Kilometern bei einem Spitzentempo von 130 km/h. Ein zentrales Elektroniksystem sorgt dabei für erhöhte Fahrstabilität. Bislang wird der Lumeno Smera nur im Großraum Paris angeboten (Preis: 24.500 Euro). Die Hersteller wollen in naher Zukunft jedoch ein Vertriebssystem für ganz Europa aufbauen.

 

 

1. CITYEL

CityEL Elektroauto Kleinwagen Mit über 6.000 verkauften Exemplaren ist der in Deutschland hergestellte CityEL der Verkaufshit unter den Elektroautos. Entwickelt wurde der dreirädrige Einsitzer schon 1987 in Dänemark, doch geriet die Herstellerfirma schon bald in finanzielle Schwierigkeiten.  Ein deutscher Investor sorgte 1995 dafür, dass die Produktion ins bayerische Städtchen Aub verlegt wurde. Dort produziert heute die Firma Smiles eine Reihe von verschiedenen Elektroautos.  Der CityEL ist 2,74 Meter lang und etwas über einen Meter breit. Dennoch bietet der Kofferraum Platz für vier Getränkekisten. In Sachen Komfort zeigt sich das Modell eher spartanisch. Oder sportlich: Zum Einstieg wird einfach das Dach kochgeklappt. In der Grundausstattung kostet der Wagen aktuell 9.999 Euro.