GEFÄHRLICHE STÄDTE Nov22

Tags

Verwandte Artikel

Share

GEFÄHRLICHE STÄDTE

Manch einer fürchtet sich schon, Nachts allein in Lüneburg oder Osnabrück unterwegs zu sein. Sicher, auch in diesen Städten gibt es Kriminalität. Allerdings ist das Risiko,  hier Opfer eines Verbrechens zu werden, deutlich geringer als in Hamburg, Frankfurt oder Berlin. Doch auch die deutschen Metropolen erscheinen einem wie sichere Häfen, vergleicht man sie mit den wirklich gefährlichen Orten.

Hier sind die zehn gefährlichsten Städte der Welt:

 

10. CAPE TOWN / SÜDAFRIKA

Im ohnehin nicht ziemlich unsicheren Südafrika (landesweit 50 Morde oro Tag)  ist die Hafenstadt Cape Town der unsicherste Ort.  Mord und Totschlag, Vergewaltigung und Kidnapping gehören zu den täglichen Verbrechen. Oft werden unvorsichtige Touristen zu Opfern, auch wenn die meisten Straftaten in den Armenvierteln und Vororten begangen werden. Die Zahl der Straftaten hat in den letzten zwei Jahren deutlich zugenommen.

 

 

9. RIO DE JANEIRO / BRASILIEN

Der Karneval in Rio ist laut, bunt und fröhlich. Die Stadt selbst ist laut, bunt und gefährlich.  Schon am Flughafen erhalten Reisende Flugblätter mit Hinweisen. was man in Rio besser alles nicht unternehmen sollte: Keinen Schmuck tragen, keine Brieftasche und nur so wenig wie möglich Bargeld bei sich haben.

Für das Anschwellen der Gewalt in jüngerer Vergangenheit ist hauptsächlich eine lokale Dorgen-Gang verantwortlich, der auch eine Reihe von Entführungen vorgeworfen werden. In Rio werden jeden Tag im Durchschnitt 20 Morde begangen.

 

 

8. NEW ORLEANS / USA

Die hohe Kriminalität macht den Stadtvätern von New Orleans schon seit Jahrzehnten Sorgen. Auf 100.000 Einwohner kommen jedes Jahr 95 Morde. Die Zahl wird noch  bedrückender, wenn man bedenkt, dass ganz New Orleans nur etwas mehr als 300.000 Einwohner hat. Wenig tröstlich dabei, dass sich die meisten Gewalttaten auf die Armenvierteln der Stadt beschränken. Deren Lage hat sich durch die Schäden von Hurrican Katherina auch nicht gerade verbessert.

 

 

 

7. GUATEMALA CITY / GUATEMALA

Aus dem Polizeibericht von Guatemala Stadt vom 17. Oktober 201o: “Drei mit Macheten und Revolvern bewaffnete Angreifer überfielen einen Touristenbus, der sich auf dem Weg von Atilán nach Guatemala City befand. Die Täter stürmten aus einem Maisfeld auf die Straße, enterten den Bus und raubten den Passagieren Geld und Wertsachen.” Das Problem ist nicht dieser Überfall. Das Poblem ist, dass Raubüberfälle dieser und ähnlicher Art nahezu täglich im Polizeibericht erscheinen. Morde sind hier allerdings (noch) die Ausnahme. Wirklich sicher darf man sich dennoch nur selten fühlen.

 

6. KARATSCHI / PAKISTAN

Die ehemalige Hauptstadt von Pakistan droht immer mehr im Chaos zu versinken. Schon immer war Karatschi Schauplatz von Auseinandersetzungen ethnischer, religiöser und/oder politischer Gruppierungen. Inzwischen tragen auch Drogendealer, Waffenhändler, Erpresser und gewöhnliche Straßenkriminelle ihre Machtkämpfe gewaltsam aus. Zudem wird die Stadt immer mehr zur Taliban-Hochburg. Immer öfter fordern explodierende Autobomben zahlreiche Tote und Verletzte.

 

 

5. CARACAS / VENEZUELA

Ende 2008 erklärte die Ausländerpolizei von Caracas resigniert die Hauptstadt von Venerzuela zur “Mörderhochburg der ganzen Welt”. Nicht ohne Grund: Allein im Dezember 2008 wurden hier 510 Morde begangen. Probleme in Caracas bereiten nicht nur Drogenhandel und Bandenkriege, sondern vor allem die steigende Armut in der Stadt. Auch wenn der Ölboom dem Land neue Einnahmen bescherte, bei den Armen kam davon wenig bis nichts an. Seit Amtsantritt von Präsident Chavez stieg die Zahl der Morde um 67 Prozent.

 

4. CIUDÁD JUAREZ / MEXIKO

Die mexikanische Stadt an der Grenze zu den USA macht immer wieder mit Verbrechen Schlagzeilen. Auch wenn inzwischen das ganze Land mit stark anwachsender (Drogen-) Kriminalität zu kämpfen hat, Ciudád Juarez bleibt selbst für mexikanische Verhältnisse extrem gefährlich. Seit 2007 verzeichneten die Behörden landesweit 8.700 Morde – die Hälfte davon ereigneten sich in Ciudád Juarez. Auch die Anwesenheit von rund 5.000 Soldaten konnte hieran nichts ändern. Drogenhandel, Korruption und Armut sind die Hauptursachen für die Gewalt, die das öffentliche Leben in der AStadt quasi zum Stillstand gebracht hat.

 

3. MOGADISCHU / SOMALIA

Es gibt kaum eine westliche Regierung, die nicht dringend vor Reisen nach Somalia warnt. Seit bald zwei Jahrzehnten liefern sich die Clans der War Lords erbitterte Machtkämpfe. Epizentrum aller Gewalt war und ist dabei die Hauptstadt Mogadischu. Der fortwährende Bürgerkrieg hat viele Stadtteile zerstört, rund die Hälfte der Einwohner hat die Stadt verlassen. Niemand weiß genau, wieviele Menschen jeden Tag bei Schießereien und Bombenattentaten getötet werden. Ein Reporter der BBC beschrieb die Situation vor Ort so: “Mörsereinschläge; hämmerndes Gewehrfeuer; gespenstisch leere Straßen; herumstreifende Guerillas und Plünderer; übervolle Flüchtlingslager; in den Krankenhäuser unzählige Verletzte mit Schußwunden…”

 

2. GROSNY / TSCHETSCHENIEN

GrosnyAuch der Niedergang von Grosny hat seinen Ursprung in einem Bürgerkrieg, als tschetschenische Rebellen 1994 gegen die russische Übermacht für ihre Unabhängigkeit zu kämpfen begannen.  Der Krieg gilt zwar heute als beendet, doch Grosny ist weit von normalen Verhältnissen entfernt. Es heißt, die Stadt werde inzwischen komplett on der Tschetschenen-Mafia beherrscht. Jeden Tag sterben statistisch gesehen 84 Menschen durch Gewalt, was bedeutet, dass in Grosny alle 18 Minuten ein Mord begangen wird. Daneben liefern sich Partisanengruppen Feuergefechte mit der Polizei und zünden islamische Fundamentalisten überall in der Stadt ihre Bomben.

 

1. BAGDAD / IRAK

Bagdad Es ist egal, wer man ist und wo man gerade ist – in Bagdad schwebt man immer und überall in Lebensgefahr. Autobomben und Minenfallen stellen eine permanente Bedrohung dar. Al Kaida-Kämpfer, kurdische Rebellen und kriminelle Banden sorgen dafür, dass Bagdad in ständiger Angst lebt.

Selbstmord-Attentate haben tausende von Opfern gefordert, Entführungen und eher zufällige Erschießungen Unbeteiligter gehören zum Alltag. Seit Beginn des Irakkrieges haben mehr als 650.000 Zivilisten ihr Leben verloren.