STÄRKSTE SUPERBIKES Feb23

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STÄRKSTE SUPERBIKES

Superbikes? Sind das nicht einfach auch nur Motorräder? Nicht ganz.  Superbikes sind von ihrem Charakter her eigentlich Rennmaschinen, die aber auch für den normalen Straßenverkehr zugelassen werden.  Bei ihnen steht nicht unbedingt der Fahrkomfort, dafür die Fahrleistung im Vordergrund.  Sie stellen hohe Ansprüche an den Fahrer und sind nicht deshalb jedermann als Einsteiger-Modell zu empfehlen.
Hier sind die zehn besten Superbike Motorräder der Welt:

 

10. MV Agusta F4 1000 R

Von der eigentlichen Firma Agusta wird dieses Modell zwar schon lange nicht mehr hergestellt (der Markenzeichen  wurde 1992 an die Castiglioni-Gruppe verkauft, die seitdem den Namen nutzt), doch gilt die F4 1000 R – nach etlichen Verbesserungen  gegenüber dem Vorgängermodell -  jetzt  als eines der am besten verarbeiteten Superbikes.  So ist zum Beispiel der Auspuff deutlich besser  vor dem Heißwerden geschützt als bei japanischen Modellen, und auch der Motor (er bringt 174 PS auf die Straße) selber  neigt nicht zum Überhitzen.  Die Maschine erfüllt die Ansprüche ihrer Konstrukteure, eines der besten, schnellsten und begehrenswertesten Motorräder zu bauen, die es zur Zeit auf dem Markt gibt. Und das einzige Modell, das den Sound eines Ferraris besitzt.

 

 

9. YAMAHA YZF-R1

Die R1 stellt Industriegigant Yamaha (die Produktpalette reicht von der Kücheneinrichtung bis zur Musiksoftware) bereits  in der fünften  Generation her, das Ursprungsmodell erschien bereits 1997.  Die Maschine stellt auch höhere Ansprüche  zufrieden, einzig die zu kleinen Rückspiegel lassen sich bemängeln. Das Modell ist eindeutig an die MotoGP-Rennmaschine  M1 angelehnt und will  jüngere Fahrer  ohne größere Rennerfahrung ansprechen. Yamaha erklärt, hier das innovativste Triebwerk entwickelt zu haben, das jemals in ein Superbike eingebaut wurde. Die Maschine liefert 182 PS und sorgt für eine Beschleunigung, bei der man leichte Schwindelgefühle bekommen kann.

 

8. DUCATI 1098 S

“Ein charakterstarkes Motorrad mit teilweise exzellenten Qualitäten”, lobte das  Sport-Motoradmagazin PS das  Nachfolgemodell zur Ducati 999, dessen Auslieferung im Jahr 2006 begann.
Die Maschine  hat auf Alltagsstrecken ihre Eigenheiten, aber genau das macht sie bei Racing Fans so beliebt – sie ist eben deutlich mehr Rennmaschine als Ausflugs-Bike. Ducati ist jene Marke, die bislang die meisten Superbike-Weltmeisterschaften gewinnen konnte.
Rennerfahrung, die man auch dem  Multifunktionsdisplay anmerkt, das ständig  Daten über Tempo, Öldruck, Öltemperatur und Drehzahl liefert. Ein sogenanntes Data Analyse System hilft darüber hinaus bei der Auswertung von Daten, die während der Fahrt  gespeichert wurden. Ein perfektes Bike für Adrenalinjunkies, die aber auch über das nötige Kleingeld verfügen sollten: Die Ducati 1098 S kostet schon gebraucht um die 15.000 Euro.

 

7.   SUZUKI  GSX-R1000

Die GSX-R1000 Modellreihe erlebte im Jahr 2001 ihre Deutschlandpremiere.  Die Modelle – das  neueste kam 2009 in die Läden – profitierten stets von der Rennerfahrung des Herstellers Suzuki, der dabei aber ebenso auf die Alltagstauglichkeit seiner Superbikes achtete.  Das jüngste Fabrikat beeindruckt durch markantes Aussehen,  ein verbessertes, ruhiger laufendes Triebwerk und eine sensiblere Aufhängung.

 

 

 

6.   BMW K 1200S

In der bald 30-jährigen Geschichte der K-Motorräder von BMW nimmt die K1200 S eine Sonderstellung ein, denn sie war von Beginn an als extrem sportliche Rennmaschine konzipiert. Bis zum Jahre 2008 war die K1200 S deshalb auch das stärkste Serienmotorrad, das in Deutschland hergestellt wurde.  Nach wie vor erfreut sich dieses Modell unter den Fans großer Beliebtheit, auch wenn 2008 die Produktion eingestellt wurde und die K1200 dem Nachfolgemodell K1300 weichen musste.  Als vorbildlich gelten noch heute ihre Behändigkeit, ihre Präzision und ihr hervorragendes Gewicht-Leistung-Verhältnis.

 

 

5. HONDA CBR1100 BLACKBIRD

Honda hatte über viele Jahre hinweg zuverlässige, aber nicht besonders aufregende Motorräder gebaut, als die Firma 1007 die Fachwelt mit einem gänzlich neuen Modell überraschte: Die CBR1100 – oder auch “Super Blackbird” genannt – war das zweite Superbike, das für die Straße zugelassen war und eine Spitzengeschwindigkeit von gut 300 km/h erreichte. Zwei Jahre später wurde der Sporttourer überarbeitet, erhielt einen umweltfreundlicheren Antrieb, verlor dafür aber auch an Power. Dennoch bereitet Blackbird auch heute noch großes Fahrvergnügen und gilt auch bei hoher Geschwindigkeit als zuverlässig und – trotz starkem Anzug – als gutmütig.

 

 

4. KAWASAKI NINJA ZX-11/ZZ-R1100

Die Kawasaki Ninja ZX-11/ZZ-R1100 wurde in der Zeit von 1990 bis 2001 hergestellt, hieß in den USA einfach  ZX11-Ninja und im Rest der Welt   ZZ-R1100. Für über ein Jahrzehnt hielt das Superbike den Titel “Schnellstes Serienmotorrad der Welt”, erreichte es in der Spitze doch immerhin stolze 283 km/h. Das amerikanische Fachmagazin Cycle World schwärmte über eine Fahrt auf der Ninja: “Es ist, als ob man auf der Druckwelle einer endlosen Explosion reitet!” Für eine Strecke von 400 Metern brauchte das Superbike nur ein wenig mehr als 10 Sekunden. Für manche Fanatiker war aber auch das seinerzeit noch nicht schnell genug, sie bauten sich einen Turbolader für noch mehr Speed ein.

 

 

3. SUZUKI HAYABUSA

Hayabusa meint im Japanischen “Wanderfalke”. Der Name wurde mit Bedacht für dieses Motorrad gewählt, denn so wie  der Wanderfalke als einer der schnellste Greifvögel  gilt, so war auch dieses Modell   eines der schnellsten auf der Asphaltstrecke. Die Hayabusa 1300 (auch  Suzuki GSX 1300 R genant) durchbrach als erste Maschine der  Welt  die Barriere  von 300 Stundenkilometern.  Der Titel verlor jedoch an Bedeutung, als Importeure und Hersteller in Europa  eine freiwillige Selbstlimitierung bei der Höchstgeschwindigkeit  vereinbarten. Suzuki beugte sich dem Druck und lieferte fortan die Hayabusa  mit einer gedrosselten Spitze von 298 km/h aus.  Trotzdem bleibt die Maschine mit aufgeladenem Turbo eines der schnellsten Motorräder überhaupt: Sie beschleunigt von Null auf knapp 300 in rasanten 13,1 Sekunden!

 

2. MTT TURBINE SUPERBIKE Y2K

Wir betreten eine neue Dimension des Motorradfahrens und verlassen die Ära des klassischen Benzinmotors:  Das MTT Superbike Y2K ist das derzeit schnellste Motorrad der Welt und wird von  einer Gasturbine  angetrieben.  Getankt wird Diesel oder gleich Kerosin.  Die Firma Marine Turbine
Technologies (MTT) stellt von dem Flitzer nur fünf Stück pro Jahr her und hat den Kaufpreis auf 175.000 Dollar festgesetzt. In den USA finden sich auch zu diesem Preis noch Käufer, denn dort besitzt die Y2K eine Straßenzulassung.  Außerdem  wird eine unbegrenzte Garantie auf  die Antriebsmaschinerie gegeben.
Zum Einbau der Turbine musste eigens das US Militär erst seine Einwilligung geben, denn das  Triebwerk wurde im Auftrag der Navy entwickelt und war  zuvor nur in Hubschraubern eingesetzt. Auf der Straße treiben die 282 PS der Turbine  das Gefährt binnen 15 Sekunden von Null auf unglaubliche 400 Stundenkilometer.  Im Guiness Buch der Rekorde wird das Y2K-Bike als das “Stärkste Motorrad, das jemals in Serie ging” und gleichzeitig als das “Teuerste Serienmotorrad der Welt” erwähnt.  Weitere Besonderheiten: Die Auspuffgase erreichen eine Spitzentemperatur von 600 Grad Celsius;  die Automatikschaltung wird vom Lenker aus bedient; Tank und Verkleidung sind aus Karbonfasern gefertigt; statt Rückspiegel kommt eine Heckkamera zum Einsatz, deren Bilder live auf dem Frontdisplay erscheinen. Wie gesagt, 175.000 Dollar…

 

1. DODGE TOMAHAWK

Es ist strittig, ob man die Dodge Tomahawk überhaupt noch als Motorrad bezeichnen kann. Was da als Studie der Firma Dodge im Jahre 2003 auf der Autoshow von Detroit zum ersten Mal der  ebenso erstaunten wie amüsierten Öffentlichkeit  präsentiert wurde,  besitzt zwei Hinter- und zwei Vorderräder,  verfügt über etwa  500 PS, wiegt über 12 Zentner und braucht 2,5 Sekunden, um aus dem Stand auf 100 km/h zu kommen. Bis heute darf bezweifelt werden, ob überhaupt schon mal jemand  versucht hat, mit dem Tomahawk die angegebene Spitzengeschwindigkeit von 480 Stundenkilometern zu erreichen – denn eigentlich gilt das Modell als unfahrbar. Allein schon deshalb, weil es für den Tomahawk nirgendwo eine öffentliche Zulassung gibt. Dennoch wurden mehrere Exemplare in Handarbeit hergestellt und für 555.000 Dollar als Sammlerstücke zum Kauf angeboten.  Ein Sprecher des Herstellers erläuterte, dass man das Gefährt als “rollende Skulptur” verstehen müsse, also mehr eine Art rasendes Kunstwerk. Jedenfalls sollen sich bis heute auch neun Kunstkenner (und Motorradfans?) gefunden haben, die das Prunkstück jetzt gefahrlos zumindest   ansehen können.