TOP-LOKALE IN PARIS

Wer in Paris essen geht, nur weil er Hunger hat, wird auch bei McDonald’s glücklich. Damit schont er zwar seine Reisekasse, bringt sich aber gleichzeitig um ein unverwechselbares Stück Lebensfreude.
Denn ein Essen in einem guten Pariser Restaurant steht auch für Kultur und Genuss, für ein Festival der Sinne. Gut, das klingt jetzt wie die Arbeitsprobe eines Werbetexters, aber wir lassen es trotzdem mal so stehen. Wer meint, das alles wäre maßlos übertrieben, kann – wie gesagt – ja auch bei McDonald’s glücklich werden.
Hier sind die zehn besten Restaurants in Paris:

 

10. LE VOLTAIRE
27,  Quai Voltaire

Le Voltaire Paris RestaurantVon außen ein eher unscheinbares Bistro, ist das Le Voltaire (direkt am Seine-Ufer im siebten Arrondisement  gelegen) ein versteckter Treffpunkt für französische Prominenz aus Politik und Showgeschäft. Das Lokal ist immer gut gefüllt. Sitzkomfort sucht man vergebens, zumeist sitzt man Ellbogen an Ellbogen mit dem Tischnachbarn. Vor allem mit Parisern, denn Touristen  verirren sich nicht zu oft  hierher. Serviert wird klassische französische Küche zu akzeptablen Preisen.  Tipp: Steak-Frites.

 

 

 

9. RESTAURANT DU PALAIS ROYAL
110, galerie de Valois

Es wird schwer, in Paris einen exklusiveren Platz für ein romantisches Candle Light-Dinner zu finden als das Restaurant Du Palais Royal. An warmen Sommerabenden vermittelt die Terrasse mit ihrem Ausblick auf die Königlichen Gärten das Gefühl, auf einer Insel der Glückseligen gelandet zu sein.
Der perfekte Ort für jeden Heiratsantrag. Allerdings sollten Sie Ihren Tisch mindestens einen Tag vorher reserviert haben. Das Restaurant eignet sich auch als Zwischenstopp auf dem Weg zum Louvre. Die Gerichte sind einfach, aber delikat. Und relativ preiswert: Den Arugula Salat mit Parmesan gibt es schon für elf Euro, der Hummer kommt ab 46 Euro auf den Tisch.

 

 

8. L’ATELIER DE JOËL ROBOUCHON
5,  rue de Montalembert

Joël Robouchon  ist einer von weltweit  nur vier Köchen weltweit, dem der Ehrentitel Koch des Jahrhunderts verliehen wurde. Mittlerweile betreibt Robouchon Restaurants in zehn Städten, wobei das L’Atelier in Paris das originellste Lokal ist. Man nimmt an der Lack-Bar auf einem Hocker Platz, Stühle und Tische gibt es nicht.  Die Gerichte sind nicht üppig, aber der deutsche Gourmetpapst Wolfram Siebeck lobte “feinste Qualität, höchste Präzision und ungewohnte Delikatesse”.

 

 


7. BRASSERIE BOFINGER

5-7,  rue de Bastille

Brasserie Bofinger Restaurant ParisDie älteste Brasserie von Paris (gegründet  1864) ist leicht zu finden, sie liegt gleich neben der Metro-Station Bastille. Versuchen Sie, einen Tisch im Erdgeschoß zu bekommen, von hier haben sie Blick auf die beeindruckende Glaskuppel. Das Lokal lebt von seinem Belle-Epoque-Ambiente, man zahlt erhöhte Preise auch für den Anblick. Das Interieur lockt mittlerweile  viele Touristen an. Von der Karte zu empfehlen: Die Austern und das Pfeffersteak.

 

 

 


6.  LE SCHEFFER

22,  rue Scheffer

Le Scheffer Restaurant ParisWer das Scheffer betritt, denkt spontan: “Na und? Sieht aus wie ein normales Bistro!” Stimmt auch. Aber wer deshalb das Lokal gleich wieder verlässt, macht einen großen Fehler. Le  Scheffer bietet eine der besten Küchen in ganz Paris. Und das zu einem keineswegs überteuerten Preis. Das hat sich herum-gesprochen. Reservierungen sind dringen angeraten, ansonsten findet man im ständig vollen Gastraum keinen Platz. Tipp: Besonders die Desserts sind exquisit.

 

 


5. LE JULES VERNE

Im Eiffelturm / Avenue Gustave Eiffel

Le Jules Verne Restaurant Paris EiffelturmEines der besten Restaurants in Paris. Und eines der teuersten. Frühzeitige Reservierung ist geboten. Spontane Besuche verbieten sich von selbst, Gäste werden am Fuß des Eiffelturms abgeholt und dann ins Restaurant geleitet. Die Lage dem  zweiten Zwischengeschoss des Turms garantiert einen atemberaubenden Blick auf die Seine-Metropole.  Elegantes Design sorgt für leicht unterkühlte, aber angenehme Atmosphäre.  Das Personal ist von ausgewählter Freundlichkeit und frei von der üblichen Pariser Kellner-Arroganz. Die Gesamtleitung liegt seit Dezember 2007 bei Drei-Sterne-Koch Alain Ducasse, der die Haute Cousine “wahrnehmbar und verständlich für alle” präsentieren will. Rechnen Sie mit mindestens 300 Euro für ein viergängiges Menü am Abend. Pro Person, versteht sich.
Aber dafür ist der Wein schon mit eingerechnet.

 

4. LES PAPILLES
30, rue Gay Lussac

Le Papilles Restaurant ParisEin weiterer Geheimtipp, an dem die Touristenströme (noch) vorbeiziehen. Ziemlich versteckt in der Nähe des Jardin du Luxembourg gelegen, wirkt das Lokal vom Ambiente her wie eine Weinhandlung mit alten Holztischen. Die Karte ist überschaubar. Im täglichen Wechsel gibt es oft nur ein Menü zur Auswahl,  das aber  ist von absoluter Spitzenklasse. Den Wein kann man direkt aus einem der hohen Regale wählen. Die Atmosphäre ist ungezwungen, fast familiär, das Essen wird  ohne viel Schickschnack serviert.  Reservierungen sind nicht unbedingt erforderlich, wenn man früh genug am Abend erscheint.

 

 

3. TAILLEVENT
15, rue Lamennais

Taillevent Restaurant ParisEin Ort, an dem (schon seit 1946) die Grand Cuisine zelebriert wird und wo sich ein wohltuend gemischtes Publikum trifft. Hier sitzt – vor holzgetäfelten Wänden – der gestresste  Business Manager neben dem frisch verliebten jungen Pärchen.  Bedient werden alle von einem ausgezeichnet geschulten Personal, das versucht, dem Gast jeden Wunsch von den Lippen abzulesen. Das Essen ist von herausragender Qualität, die Weinkarte  von bemerkenswertem Umfang.  Exklusive, aber auch behagliche Atmosphäre.  Ein mehrgängiges Abendessen für zwei Personen kann hier schon mit 500 Euro zu Buche schlagen. Reservierungen sollten mehrere Tage im Voraus getätigt werden.

 

 

2. GUY SAVOY
18, rue Troyon

Guy Savoy Restaurant ParisEin Highlight eines jeden Paris-Besuchs. In einem schicken, sachlich-modern wirkenden Restaurant wird Spitzenküche in Vollendung geboten. Allerdings auch zu einem Spitzenpreis: Ein umfangreiches Menü für zwei Personen wird Sie hier um fast 1.000 Euro ärmer machen.  Dafür sind Sie aber auch Gast von Guy Savoy, einem der Mitbegründer der Nouvelle Cuisine, der die klassische französische Küche revolutionierte. Wem das Lokal hier vielleicht eine Spur zu teuer ist, dem sei das Les Bouquinistes im Studentenviertel St. Germain empfohlen. Auch dieses Restaurant steht unter der Leitung von Guy Savoy. Nur bekommt man dort ein Sechs-Gänge-Menü schon für etwa 100 Euro.

 

 

1. L’ASTRANCE
4, rue Beethoven

L'Astrance Restaurant ParisUnd hier sind sie: Die begehrtesten Restauranttische von  ganz Paris. Sie stehen in einem kleinen Lokal, das wiederum in einer stillen Pariser Seitenstraße liegt. Der Name des Lokals: L’Astrance.
Der Name des Besitzers: Pascal Barbot.  Das Lokal ist winzig (nur 25 Plätze), die Küche noch winziger, aber das Essen ist phänomenal. Barbot gilt als der jüngste Shooting Star am französischen Kochhimmel. Vor einigen Jahren war sein Mini-Restaurant noch ein preiswerter Insider-Tipp,  inzwischen haben sich die Preise vervierfacht.  Barbots Credo ist der Minimalismus. Er erzielt mit überraschend wenig Aufwand  die erstaunlichsten Ergebnisse. Improvisationstalent  spielt  eine große Rolle, denn im L’Astrance gibt es keine festgelegte Speisekarte. Serviert werden ausschließlich “Überraschungs-Menüs” (auf vorherigen Wunsch werden bestimmte Zutaten weggelassen). Reservieren sollte man am besten schon mehrere Wochen im Voraus.
Denn das Astrance ist trotz Preisboom immer noch nicht wirklich teuer  (ein Drei-Gänge-Menü kostet um die 80 Euro), das Preis-Leistungs-Verhältnis ist von daher exzellent und der Gästeandrang enorm.