10 BESTE HACKER

Kein Computer ist wirklich sicher. Heute nicht, und in den Anfangszeiten des Internets schon gar nicht.
Hacker, Cracker oder Crasher fanden es aus den unterschiedlichsten Motiven reizvol, die Sicherungssperren ganzer Netze zu umgehen.  Einige von ihnen erlangten relative Berühmtheit, entweder wegen ihrer Tollkühnheit oder ihrer zumindest wegen der Aufregung, die sie hervorriefen.
Hier sind die zehn größten Hacker aller Zeiten:


10. GARRY McKINNON

Der Schotte Garry McKinnon, auch bekannt als “Solo”, war Ende der 90er
der Schrecken der US Armee. McKinnon drang in die Netzwerke der Army, der Navy, der Air Force und schließlich auch in die des Pentagons ein. Im Distrikt von Washington legte er dabei über 2000 Computer für 24 Stunden komplett lahm. McKinnon behauptete stets, keine illegalen Zugriffe getätigt zu haben, weil alle Computer ungesichert gewesen wären. Über viele Jahre konnte er erfolgreich seine Auslieferung aus England an die USA verhindern, wo ihm 70 Jahre Haft drohen.

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9. MASTERS OF DECEPTION

Die Masters of Deception (MOD) waren eine fünfköpgige Hackergruppe, die sich Ende der 80er Jahre in New York gegründet hatte. Berkannt wurden sie, als sie fast das gesamte regionale Netz der Bell Telephon Gesellschaft unter ihre Kontrolle brachten und darüberhinaus auch Zugänge zum seinerzeit noch in den Kinderschuhen steckende, aber sich rasch entwickelnden Internet überwachten.
Die Gruppe wurde von einer Sondereinheit des FBI gejagt und 1992 schließlich vor Gericht gebracht. Die Mitglieder erhielten Haftstrafen, einige kamen auf Bewährung frei.


8. MAFIA BOY

Mafia Boy heißt mt bürgerlichem Namen Michael Calce, stammt aus einem gutbürgerlichen Vorort von Montreal und ging noch zur Highschool, als er im Februar des Jahres 2000 einige Aufsehen erregende Angriffe auf die Computer der größten Internetportale startete. In sein Visier gerieten die Netzwerke von Amazon, E-bay, Yahoo, CNN, Dell und des Online-Bankers E-Trade. Mit seinen Denial-of-Service-Attacks (hierbei werden die Computer durch eine ausgelöste Anfrageflut lahmgelegt) verursachte er angeblich einen Schaden von fast zwei Milliarden Dollar. Immerhin war es ihm gelungen, das Yahoo-Portal für über eine Stunde außer Gefecht zu setzen. Auch alle anderen von ihm attackierten Webseiten waren vürübergehend offline. Calce kam wegen 56 Anklagepunkten vor Gericht und zu acht Monaten im offenen Vollzug verurteilt. er lebt heute als IT-Berater in Montreal.

 

7. DAVID SMITH

David Smith Melissa ErfinderDavid Smith aus New Jersey ist derErfinder des berüchtigten Melissa-Virus, dem ersten Computer-Schädling, der weltweite Verbreitung fand. Melissa, von Smith nach einer Nigghtclub-Tänzerin aus Florida benannt, hatte die unangenehme Eigenschaft, sich in alle Office-Programme von Microsoft einzuschleichen und dann unbemerkt Massen-Emails zu versenden. Bei über 300 Firmen (und unzähligen Privatusern) ging danach gar nichts mehr. Smith wurde zunächst zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt, kam aber schon nach zwanzig Monaten wieder frei. Seitdem unterstützt  er  das FBI im Kampf gegen Cyberterroristen.

 

6. KEVIN D. MITNICK

Kevon David Mitnick hatte gerade seinen 16. Geburtatg hinter sich, als er in den Computern von Digital Equipment herumstöberte und dort ein gerade fertiggestelltes Softwareprogramm entdeckte und dann auch gleich auf seinen PC herunterlud. Auch in den folgenden Jahren blieben große Konzerne sein Ziel. Mitnick, der sich selbst nie als Hacker, sondern als Social Engineer bezeichnete, verschaffte sich Zugang zu den Computern von Nokia, Motorola, Fujitsu und Sun Micro. Wegen Diestahls diverser Software verbrachte Mitnick fünf Jahre hinter Gittern. Bis zum Jahr 2003 war es ihm verboten, Handy oder Internet zu nutzen. Anrufe durfte er nur über das Festnetz tätigen.
Heute betreibt Mitwick eine eigene Sicherheitsfirma in den USA und hält weltweit Vorträge über die sicherheit des Internets.

 

5. ROBERT T. MORRIS

Robert Tappan Morris darf sich des zweifelhaften Ruhms erfreuen, den ersten Wourm der Internetgeschichte auf das Web losgelassen zu haben. Laut eigenen Angaben führte er dabei ursprünglich nichts Böses im Schilde. Sein 99-Zeilen-Code-Programm sollte nur die ungefähre Größe des WWW messen, indem es die kontaktierten Computer zählte. Damit  Administratoren den Wurm nicht stoppen konnten, hatte Morris ihm die Eigenschaft verliehen, sich selbst zu duplizieren. Die Folge: Der Wurm vermehrte sich in irrsinniger Geschwindikeit über das gesamte Internet. Ingesamt waren etliche tausend Computer betroffen. Der finanzielle Verlust pro Computer wurde auf bis zu 500.000 Dollar geschätzt. Trotz dieser Schäden musste Morris nie ins Gefängnis, sondern kam mit mit einer Geldstrafe in Höhe von 10.000 Dollar sowie einiger Stunden gemeinnütziger Arbeit davon. Morris ist heute anerkannter Programmierer und Computerberater.

 

4. ADRIAN LAMO

Der gebürtige Amerikaner Adrian Lemo ist eigentlich Journalist, hatte aber schon immer einen besonderen Bezug zu Geheimnissen. Im Februar 2002 verschaffte er sich Zugang zum Computer der Zeitung  New York Times, wo er seinen Namen auf eine vertrauliche Liste von vertrauenswürdigen Experten setzte.  Auch die Computer von Microsoft, dem Verlag Reed Elsevier und AOL blieben vor Lamo nicht sicher. In Hackerkreisen gilt Lamo als nicht unumstritten. Während er selbst behauptet, maßgeblich an den Irakkriegs-Enthüllungen der Webseite Wikileak  beteiligt zu sein, werfen ihm Kritiker vor, in Wahrheit als Spitzel für das FBI zu arbeiten.

 

3. TIMOTHY LLOYD

Timothy Loyd nutze sein Insiderwissen, um sich an seinem ehemaligen Arbeitgeber Omega Engineering zu rächen. Die Firma hatte ihn 1966 gefeuert, weil er fortwährend Probleme mit Kollegen hatte.
Als Abschiedsgeschenk hinterließ Lloyd der Firma, deren Kunden die NASA und die US Marine waren, eine digitale Zeitbombe. Drei Wochen, nachdem Lloyd seinen Job quittiert hatte, loggte sich ein ahnungsloser Omega-Mitarbeiter in seinen Computer ein und löste damit den Code aus, der das gesamte Computersystem von Omega einfach von den Festplatten verschwinden ließ. Die Aktion gilt bis heute als größte betriebsinterne Computer-Sabotage. Der Schaden für Omega Engineering belief sich auf rund zehn Millionen Dollar. Die Firma verlor ihre Reputation, 80 Mitarbeiter mussten entlassen werden. Ironischerweise war Lloyd bei seiner Firma zum schluß für die Sicherheit der Computer verantwortlich.

 

2. VLADIMIR LEVIN

Vladimir Levin gilt als erster Bankräuber des Internet. Virtueller Tatort: Die amerikanische Citibank.
Reale Beute: 10 Millionen Dollar. Lewin, laut Pressemeldungen studierter Mathematiker und Biochemiker, hatte 1994 die Konten einiger sehr wohlhabender Bankkunden ausgespäht und dann deren Guthaben auf eigene Konten in Deutschland, Finnland, Israel und den Niederlanden transferiert.
Als Komplizen versuchten, das Geld dort abzuheben, wurden sie festgenommen und beschuldigten Lewin, der Drahtzieher des Coups zu sein. Lewin wurde verhaftet und in den USA zu drei Jahren Haft verurteilt. Bis auf 400.000 Dollar konnte die gesamte Beute wiedergefunden werden.
Zehn Jahre später meldete sich mit einem ArkanoiD ein ehemaliges Mitglied einer russischen Hackergruppe und erklärte, Lewin sei weder Mathematiker noch hätte er den Überfall geplant. Vielmehr hätten ArkanoiD und seine Freunde die Sicherheitslücken bei der Citibank entdeckt. Weil ihnen aber letztlich der Mut gefehlt habe, selbst die Konten zu leeren, hätten sie das Projekt nicht weiter verfolgt, dafür aber Levin die Zugangsdaten verkauft. Für ganze 100 Dollar.

 

1. KEVIN POULSEN

Kevin Poulsen, auch bekannt als Dark Dante, ist wohl der bekannteste Cyber-Ganove in den USA. Ein besonderes Husarenstück glückte ihm, als sich der in Los Angeles sitzende Radiosender KIIS-FM ein Telefonquiz ausgedacht hatte, bei dem der 102. Anrufer einen nagelneuen Porsche 944 gewinnen sollte. Kurzerhand kaperte Poulsen das gesamte Telefonnetz des Senders und sorgte so dafür, garantiert der 102. Anrufer zu sein. Bemerkenswert: Zu diesem Zeitpunkt war Poulsen bereits auf der Flucht vor dem FBI, das ihn wegen zahlreicher anderer Hacks jagte. Gesucht wurde er auch in der TV-Show Unsolved Mysteries,  der amerikanischen Variante von “XY-Ungelöst”. Genau in dem Moment, als Poulsens Foto über die Bildschirme flimmerte, brachen sämtliche Leitungen des Fernsehsenders zusammen.
Nichtsdestotrotz wurde Kevin Poulsen geschnappt und schließlich zu 51 Monaten Haft verurteilt.
Nach seiner Entlassung diastanzierte er sich von seinen früheren Aktivitäten und begann eine Laufbahn als Journalist. Heute arbeitet er als Redakteur für das Internetmagazin Wicked Wire.