TOP10 GOLFPLÄTZE

Golf ist längst Volkssport geworden. Vorbei die Zeiten, als nur ein paar reiche Snobs sich dem Vergnügen hingaben, einen kleinen weißen Ball über grüne Wiesen zu schlagen. Von dem Verkauf von Golfschlägern, Golfbags und Trolleys lebt mittlerweile eine ganze Industrie.  Heute spielen weltweit über 50 Millionen Menschen Golf. Zur Auswahl stehen dabei weltweit über 30.000 Golfplätze, mehr als die Hälfte davon allein in den USA. Unter diesem riesigen Angebot die besten Plätze auszusuchen, ist im Grunde eine unlösbare Aufgabe. Fragt man zehn Golfer nach den zehn schönsten Anlagen, wird man vermutlich zehn verschiedene Antworten erhalten. Wagen wir uns trotzdem an ein Ranking.
Hier sind die zehn schönsten Golfplätze der Welt:

 

10. DOONBERG, IRLAND

Die Anlage wurde erst 2002 eröffnet worden, vermittelt jedoch den Eindruck, es gebe sie hier schon seit etlichen Jahrhunderten. Direkt am Meer gelegen fügt sich der Parcours harmonisch in eine Landschaft ein, die vom herben Charme der Insel geprägt ist. Gestaltet wurden die 14 Greens  vom britischen Champion Greg Norman.

 

9. AUGUSTA NATIONAL GOLF CLUB, GEORGIA

Jedes Frühjahr wird  auf der Anlage dieses Clubs das amerikanische Masters-Turnier ausgetragen. Wegen ihres hohen Schwierigkeitsgrades berühmt-berüchtigt  sind das 11te, 12te und 13te Loch des Parcours, die auch den Beinamen Amen Corner tragen. Der Sieger des Turniers bekommt einer alten Tradition folgend das Green Jacket, das sonst nur Clubmitgliedern zusteht.

 

8. THE GREEN MONKEY, BARBADOS

Die Green-Monkey-Anlage wurde Tom Fazio, einem der renommiertesten Golfplatz-Designer der Gegenwart, entwickelt und bietet mit ihren terrassenartigen Felsenriffs spektakuläre Aussichten. Der knapp sieben Kilometer lange, im Zickzack angelegte Kurs (PAR 72) beginnt wenig aufregend, steigert sich dann aber schnell von Loch zu Loch und bietet immer wieder atemberaubende Blicke auf die karibische See.

 

7. CAPE KIDNAPPERS, NEUSEELAND

Cape Kidnappers ist nicht nur ein Golfplatz, sondern ein komplettes Urlaubsdomizil für anspruchsvolle Golfer. Der Parcours selbst (PAR 71 bei einer Länge von 6,5 Kilometern) wurde auf dem Gelände einer ehemaligen Schaf-Farm gebaut und 2004 eröffnet.  Er bietet Spielern aller Stärken Gelegenheit, sich zu beweisen, wobei das beeindruckende Terrain mit seinen schroffen Abhängen, schnellen Greens und  geschwungenen Fairways eine stete Herausforderung bildet.

6. PINEHURST COUNTRY CLUB, NORTH CAROLINA

Der 1894 in der Sandy Hills-Region von North Carolina gebaute Golfplatz verfügt auf einer Fläche von gut 800 Hektar mit seinen acht Parcours über mehr Löcher als jeder andere Golfplatz.  Course No.1 und Course No. 3 zählen hierbei  zu den landschaftlich reizvollsten. Alle Spielbahnen besitzen von Bäumen flankierte Fairways sowie eine Vielzahl von Bunkern und lassen in ihren wechselnden Eigenschaften (alt, neu, lang, kurz) keine Eintönigkeit aufkommen.

 

5. ROYAL MELBOURNE GOLFCLUB, MELBOURNE

Vor den Toren  von Melbourne liegt dieser Platz, der bereits eine Vielzahl nationaler und internationaler Turniere ausgerichtet hat. Der Club wurde 1891 gegründet, musste aber seine ursprüngliche, viel näher an der Stadt gelegene Anlage 1920 wegen immer dichtere Bebauung aufgeben. Der Platzm, der auf den ersten Blick wild, schroff und naturbelassen wirkt,  bietet zwei Spielbahnen, den East- und den West- Course, beide mit jeweils 18 Löchern. Eine Kombination aus beiden Bahnen nennt sich Composite Course und zählt unter Kennern zum Besten, was Golfanlagen weltweit zu bieten haben.

 

4. ROYAL COUNTY DOWN GOLF CLUB

Die rund  50 Kilometer von Belfast und 150 Kilometer von Dublin entfernt gelegene Anlage liegt malerisch eingebettet zwischen den Bergen von Mourne und der Küste der Irischen See. Anfänger sollten den Parcours besser meiden, denn er gilt als einer der schwierigsten der Welt.  Wellige Fairways und mit Naturpflanzen bewachsene Bunker erschweren das Spiel ebenso wie die böigen Winde vom Meer. Gebaut wurde die ursprüngliche Anlage 1889 von Old Tom Morris, einem der ersten Golf-Profis seiner Zeit, der den Kurs am örtlichen Bahnhof beginnen und enden ließ.

 

3. ST. ANDREWS OLD COURSE, SCHOTTLAND

Dort, wo das Golfspiel einst erfunden würde, nämlich in Schottland, liegt auch der älteste noch existierende Golfplatz der Welt: Auf dem Old Course von St. Andrews sollen bereits um 1550 die ersten Bahnen gespielt worden sein (Andere Quellen sprechen sogar vom Jahr 1413).
Der Old Course gehört zur St. Andrews Links-Golfanlage und ist nicht nur wegen seiner historischen Bedeutung nahezu das ganze Jahr über ausgebucht. Der Platz ist öffentlich zugänglich, frühzeitige Reservierungen sind daher unabdingbar. Gebucht werden können vier 18-Loch-Bahnen, ein 9-Loch-Kurs sowie Übungsstunden auf dem Trainingsgelände. Eine der größten Herausforderungen an den Spieler stellen die mitunter heftigen Sturmböen von der Nordsee dar.

 

2. PINE VALLEY GOLF CLUB, NEW JERSEY

Die Anlage verdankt ihr Entstehen einer Gruppe von Amateurgolfern aus Philadelphia, die hier, in sehr einsamer und damals  auch  unwirtlicher Gegend, einen Golfplatz errichten wollten. Mit der Bauausführung wurde 1913 der Hotelier Arthur Crump beauftragt, der sich mit solcher Hingabe der Aufgabe widmete, dass er schließlich seinen Beruf aufgab, das Hotel verkaufte und den Gewinn in das Golfplatzvorhaben investierte.
Noch heute findet man im (eher bescheidenen) Clubhaus zahlreiche Fotografien des Erbauers.
Der Platz gilt als einer der landschaftlich faszinierendsten, aber auch sportlich schwierigsten Parcours der Welt. Mitglied wird man nur auf Einladung des Vorstandes, wobei Frauen grundsätzlich nicht in Erwägung gezogen werden. Allerdings sind sie als Gastspielerinnen zugelassen. Aber nur am Sonntagnachmittag.

 

1. CYPRESS POINT CLUB, KALIFORNIEN

Der Cypress Point Club ist einer der exclusivsten Golfclubs der Welt. Gelegenheitsgolfer finden hier keinen Zugang. Nur zahlungskräftige Mitglieder werden auf den auf der Halbinsel Monterey gelegenen Parcours gelassen, dessen einzigartige Highlights die letzten drei der insgesamt 18 Bahnen sind, die in unmittelbarer Nähe des Pazifiks gespielt werden. Entworfen wurde die Anlage von Alister MacKenzie, einem der legendärsten Golfplatz-Architekten, der zwar selbst nie ein besonders guter Spieler war, aber als einer der besten Parcours-Designer aller Zeiten gilt.